Klasse 12a des Beruflichen Gymnasiums spendet an Hempels

Der Geschäftsführer von Hempels, Herr Lukas Lehmann, begrüßte uns freundlich und zeigte uns die verschiedenen Räume. Das Café im Erdgeschoss dient als Treffpunkt und Anlaufstelle. In der Redaktion wird geplant, wie viele Hefte man braucht und überlegt, was gerade für den Leser interessant sein könnte. Die eigentliche Zeitung wird aber nicht immer vor Ort geschrieben. Jeden Monat gibt es eine neue Ausgabe. Dabei ist das Ziel, dass jedes Heft ein anderes übergeordnetes Thema hat. Zudem muss es ansprechend aussehen. Nicht nur das Cover, sondern auch die Themen müssen stimmig sein.

Ziel dieses Heftes ist, die Menschen, die es verkaufen, wieder in die soziale Gemeinschaft einzugliedern. Durch den Verkauf einer Zeitung kommt man nämlich häufig ins Gespräch mit den Käufern. Zudem fühlt es sich für den betroffenen Menschen besser an, etwas für den Verdienst seines Geldes zu tun, als betteln müssen. Es ist also eher kontraproduktiv, den Hempels-Verkäufern einfach Geld zuzustecken, da es nicht das Ziel dieser Organisation ist und der betroffene Verkäufer nichts Bleibendes daraus mitnimmt.

Doch warum kann ein Mensch soweit abstürzen? – Gründe hierfür sind oft psychische und physische Belastungen, die miteinander verschmelzen. Laut Statistik lebt ein Obdachloser 30 Jahre weniger als ein Mensch mit festem Wohnsitz. Jeder Mensch, der glaubt abzurutschen oder sich nicht mehr selbst helfen kann, darf zu Hempels kommen. Das Team von Hempels besteht aus verschiedenen Sozialarbeitern, die ihr Bestes tun, um obdachlose Menschen wieder zurück in die Gesellschaft zu bringen. Der soziale Kontakt zu anderen Menschen ist ein erster Schritt in Richtung Aufstieg.

Wenn ihr also einen Menschen seht, der eine Hempels Zeitung verkaufen möchte, traut euch, ihn anzusprechen oder lasst euch auch gerne ansprechen. Oft tut es beiden Seiten gut, miteinander zu reden.

Patrick Fender, Berufliches Gymnasium, Klasse 12a

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